Reise nach Florida / USA

Reiseziele: Miami, Orlando, Sanibel Island, Key Colony Beach

Reisezeit: 12.April - 3.Mai

Aktualität: 2015

Reisedauer: Drei Wochen

 

 

 

Am Sonntag 12.4. flogen wir mit Lufthansa Cityline um 6:10 Uhr von Friedrichshafen nach Frankfurt. Dort stiegen wir in den Lufthansa Airbus A380 nach Miami um. Auch in der Economy-Klasse sitzt man in diesem großen Flugzeug relativ entspannt. Wir hatten weit hinten gebucht, Reihe 91, kleines Abteil und kurze Wege zu den drei Toiletten in nächster Nähe. Flugzeit etwa 10 Stunden, wir landeten kurz nach 14:30 Uhr

Ortszeit und betraten zum 7.Mal den Boden Floridas.  Da wir das einzige um diese Zeit ankommende Flugzeug waren, konnten die Einreisefor-malitäten rasch erledigt werden und wir versuchten, einen Shared-Shuttle-Bus zu finden, der uns zum Hotel in Miami Beach bringen sollte. Nach langem Warten gaben wir auf, erhielten nach 5 Minuten ein größeres Taxi und bezahlten mit einem Pauschalpreis von etwa 40 $ noch weniger als für den Shuttle Transport.
Unser (noch bezahlbares)
Hotel Days Inn liegt direkt an der Beach in Miami Beach North, ein guter Ausgangspunkt für weitere Unternehmungen. Es ist ein kleineres Hochhaus mit der üblichen einfachen Einrichtung eines Motels der Days Inn Kette. Nach einer ersten Strandbesichtigung gingen wir früh ins Bett, da wir für den Montag eine große Bus-Stadtrundfahrt und eine Bootstour vorgebucht hatten.
Der Abholbus kam pünktlich zum Hotel und zeigte uns Miami von seinen interessantesten Seiten, eine Einkaufspause in Little Havanna eingeschlossen. Am Nachmittag wurden wir an der Bayside eingeschifft und lernten die Stadt vom Wasser aus kennen. Dabei zeigte man uns auch die Millionen-Villen der Superreichen auf ihren bewachten Privatinseln. Zum Glück ging eine stramme Brise, denn für diese Jahreszeit war es für Florida
unerwartet heiß und schwül. Januar, Februar und März wären bessere Reisemonate; leider kosten die Unterkünfte in dieser "guten" Zeit etwa doppelt so viel und außerdem überschwemmen amerikanische Rentner aus den Nordstaaten zu dieser Zeit den Sunshine-Staat.

Abends nahmen wir den Bus zur südlichen Beach, wo das sogenanne Art-Deco-Viertel beginnt. Hier hat man mit viel Geld die alten Hotels reno-viert. In der Dunkelheit werden sie farbig angeleuchtet und jedes hat im Erdgeschoß eine Bar oder ein Restaurant, wo ein Alleinunterhalter versucht, durch Lautstärke den Kollegen aus der Nachbarschaft zu übertreffen. Für uns alles in allem eine Enttäuschung. Viel Lärm und das Essen war auch eher bescheiden. Da wohl viele Touristen die amerikanischen Trinkgeldgepflogenheiten nicht kennen und zu wenig oder gar kein Trinkgeld geben, ist man dazu übergegangen, auf der Rechnung drei Trinkgeldvorschläge mit dem Computer auszudrucken. 15, 18, oder 20%, je nach Bedienungseifer. Oft steht neuerdings auch da: Tip included, also muss man aufpassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Dienstagmorgen brachte uns ein Taxi zur 16 km nördlich gelegenen ALAMO Vermietstation. Wir hatten über "Billiger Mietwagen.de" wieder einen Van 7-Sitzer bestellt, alle Extras wie zusätzliche Fahrer, voller Tank und alle notwendigen Versicherungen eingeschlossen, so dass der Mietvorgang einfach und schnell abgeschlossen werden konnte. Als wir abfahrbereit waren, meldete unsere Mitfahrerin, dass sie keinen Gurt habe und da dieser tatsächlich defekt war, wurde das Auto schnell getauscht, zu unserem Vorteil, denn wir erhielten einen wesentlich komfortableren und neueren Ersatz. Ich installierte meinen mitgebrachten NAVI, in den ich schon zuhause alle wichtigen Wegepunkte und Adressen eingegeben hatte; durch Miami mit seinen oft 7-spurigen Straßen zu fahren ist kein Vergnügen und da man hier links wie rechts überholen darf, weiss man gerne vor Abbiegungen, auf welcher Spur man sich frühzeitig einordnen soll.
Das Häuser-und Straßenmeer nahm kein Ende und wir benötigten fast eine Stunde, bis wir den gebührenpflichtigen
Florida-Turnpike erreichten, der von Florida City im Süden bis Orlando nach Norden führt. Oft in Sichtweite des Highways 95 umfuhren wir so die großen Städte der Ostküste wie Fort Lauderdale, Palm Beach usw. Wegen der Gebührenpflicht ist der Turnpike weitaus weniger befahren als der kostenlose Highway. Um die Bezahlung der Gebühren braucht man sich als ALAMO-Mieter keine Gedanken machen. Im Auto ist ein Transponder eingebaut und bei den Zahlstellen gibt es besondere Spuren, durch die man ohne anzuhalten fahren kann. Die Durchfahrt wird elektronisch registriert und etwa 2 Wochen nach der Reise wird der entstandene Betrag von der Kreditkarte abgebucht; in unserem Fall waren es 44 $ für drei Wochen freie Durchfahrt. Am späten Nachmittag erreichten wir Cocoa Beach, wo wir wieder im Hotel Days Inn zwei Nächte vorgebucht hatten. Cocoa Beach hat ein schönes Pier mit Restaurants und Bars und so beendeten wir den Tag mit einem Besuch der Tiki-Bar am äußersten Pier-Ende.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einem überraschend guten, im Preis eingeschlossenen Hotelfrühstück machten wir uns auf den kurzen Weg zum Kennedy Space Center

(früher Cape Canaveral), wo wir das Mondraketen - und Space Shuttle Programm der NASA besichtigen konnten. Diese Ausstellungen, unter anderem eine Original Saturn-Mondrakete und die Atlantis-Raumfähre, sind interessant und mit vielen interaktiven Möglichkeiten versehen. So kann man in Simulatoren sein Geschick als Raumfähren-Pilot beweisen oder in 3D-Filmen de Mondlandung nochmals miterleben. Die im Preis inbegriffene Busrundfahrt führt drei Stunden lang durch das riesige Gelände, man sieht noch die Abschussrampen und einige der riesigen Shuttle Transporter.
Im Anschluss an die Besichtigung fuhren wir über Titusville ins grosse Naturreservat zum
Manatee-Observations-Deck. Die riesigen Seekühe (Manatee) sind vom Aussterben bedroht und deshalb besonders geschützt. Sie fressen eine Unmenge von Wasserpflanzen und kommen nie an Land, da sie keine Füße oder entsprechend starke Flossen haben. Wir hatten Glück, denn am Observationsdeck tummelte sich eine ganze Manatee-Familie im seichten Wasser, so dass wir sie gut beobachten konnten.